Über mich & planktonshop.de

Mein Name ist Vitali Apt, bin am 29.12.1986 geboren, in Aurich aufgewachsen und lebe seit Oktober 2012, anfangs aus beruflichen Gründen, nun aus privaten, in Köln.

Die Aquaristik - sowohl Süß- als auch Salzwasseraquaristik - faszinierte und beschäftigte mich schon seit je her. Dabei lag die Faszination nicht nur bei den direkt sichtbaren und agilen Beckenbewohnern sondern eher bei den "kleinen Helferlein" in diesen Systemen. Als ich das erste mal vom sog. "lebenden Schlamm" (dabei handelt es sich um anaerobe Bakterien die sich im Filter der Süßwasserbeckens sammeln) gehört habe, hat mich die Thematik gepackt.

Mir wurde klar, wie wichtig Bakterien aber auch Algen, verschiedenste Ein- und Mehrzeller, Schnecken und Würmer für dieses System sind. Dadurch, dass ich in direkter Nähe zum Wattenmeer aufgewachsen bin, wurde dieses Thema, zu meinem Vergnügen auch oft im Schulunterricht thematisiert.

 

Mein erstes Becken - damals ein 54l Süßwasseraquarium - bekam ich mit ca. 10 Jahren. Der Besatz bestand aus einigen Guppys, Mollys, einem Wels und einer guten Kolonie Turmdeckelschnecken. Und damit hatte mich die Sucht gepackt.

2005 kaufte ich mein erstes 115l-Meerwasseraquarium. Mir ist und war natürlich stets bewusst, dass je kleiner ein System ist, desto anfälliger ist es für Schwankungen und u.U. auch für einen kompletten Zusammenbruch. Aber genau da lag mein Interesse. Genau dadurch ließen sich Auswirkungen schneller beobachten und Rückschlüsse auf "die Prozesse im Hintergrund" ziehen.

 

Schon bald darauf beschäftigte ich mich intensiv mit Phyto- und Zooplankton. Die Diversität und Komplexität dieser Kreislaufsysteme fasziniert mich jeden Tag aufs Neue. Dank der momentan anhaltenden Beliebtheit des Phytoplanktons (vielmehr der darin enthaltenen Omega-3-Fettsäuren), wird viel mehr Forschung auf diesem Gebiet betrieben (insbesondere durch die Kosmetik-, Nahrungsmittel-, Pharma-, und Energieindustrie) als noch vor 20 Jahren. Das kommt uns Aquarianern zugute, denn die Erkenntnisse und Forschungsergebnisse der letzten Jahrzehnte, sorgten erst dafür, dass robuste und lagerungsfähige Arten wie Nannochloropsis entdeckt und selektiert worden sind. 

Leider haben mich die Fertigprodukte der Aquaristikindustrie nie so ganz überzeugt. Entweder scheiterte es an der frische und somit am "aktiven" Bestandteil* des Futters oder am Preis. Auch aus diesem Grund fing ich seinerzeit damit an Phytoplankton zu kultivieren. 

Nachdem ich die Auswirkungen beobachtet und mehr als positiv Überrascht war, wollte ich weiter gehen und versuchen Zooplankton zu selektieren und gezielt zu züchten, um das Futter insgesamt lebend zu verabreichen und somit dem natürlichen Kreislauf so nah wie möglich zu kommen. 

Zu Beginn waren es Tisben und Flohkrebse die in Kombination mit Artemia als Nahrung dienen sollten. Das wurde aber mir - und vorallem ganz sicher auch den Tieren - auf Dauer zu einseitig. 

Also ging ich weiter und bestellte mir die ersten lebenden Copepoden. Um welche Art es sich dabei handelt, konnte mir der Verkäufer nicht sagen. Heute weiß ich, es waren Tigriopus. Und so, baute ich mein Futterangebot aus. Die Tiere dankten es mit prächtigen Farben, schnellem Wachstum und regelmäßigem Ablaichen. Das beste ist und war, dass die Werte für Nitrat und Phosphat, konstant gegen 0 sind und ich mir im Bezug darauf, keine Gedanken machen muss. Lebendfutter belastet das System nämlich nicht mal annähernd so sehr wie Futtermixturen, Flocken, Granulat, Pulver usw. Und der Kostenfaktor ist absolut überschaubar und ist meistens nur im Falle der Anschaffung von Gerätschaften, Kulturen, kostenintensiv. Mit der Zeit und einem gewissen Gefühl für die Teilentnahme und Fütterung der Kulturen, belaufen sich die Kosten auf den Bruchteil von Futtermix-Rezepturen und sorgen auch nicht dafür, dass die Tiere am zweiten Tag hungern sobald eine Fütterung mal ausbleibt, denn ein Teil des Phyto- und Zooplanktons überlebt noch einige Zeit im Aquarium (wie lange hängt jedoch vom Besatz und den Gerätschaften wie. z.B. Abschäumer,

UV-C-Klärer, Ozonanlagen usw. ab und ob ggf. ein Refugium vorhanden ist oder nicht).

 

Oft wurde mir in dieser Zeit, von Freunden, Familienmitgliedern und Bekannten, nahegelegt meine Erfahrungen und Erfolge im Internet zur Verfügung zu stellen und meine Kulturen zu teilen und zu verbreiten. Anfang des Jahres war es dann nach reiflicher Überlegung soweit und ich eröffnete diesen Shop.

Planktonshop.de betreibe ich jedoch neben meinem Beruf, was den Ausbau und die Produkterweiterung im Rahmen hält, da ich dies nur in meiner Freizeit vornehmen kann.

 

Mein Ziel ist es mit diesem Shop, die Aquaristikszene stärker auf dieses Thema zu fokussieren und Ihnen die Wichtigkeit nahezubringen. Dabei lege ich besonderen Wert auf die Bewertung der Käufer, ihre Erfahrungen mit Plankton und beobachtete Veränderungen im Aquarium.

Zudem will ich meine Mitbewerber dazu ermuntern die Preise anzupassen, auch wenn Argumente wie "Ich habe dafür teures Geld bezahlt und mir die Kulturen aus dem Ausland schicken lassen" folgen. Ich beziehe meine Planktonkulturen bisweilen auch zum Großteil aus dem Ausland und kenne die Preise. Meine Strategie ist es aber, mit günstigen Preisen die Menschen dazu zu bewegen, sich an die Thematik heranzutrauen und so mehrere Kulturen zu kaufen und zu pflegen.

Wer will schon 150,-€ für einen Reaktor, Plus ca. 20,-€ für eine Starterkultur, Plus Membranpumpe für ca. 20,-€ - also insgesamt 190,- € plus Versand - zahlen um dann unter Umständen einen Misserfolg zu verzeichnen. Ich möchte die Leute mit wenig Einsatz von monetären Mitteln, zum Erfolg und damit zur Artgerechten Haltung Ihrer Tiere bewegen. Anfänger können so schon mit einer gebrauchten Wassersäule und Nannochloropsis mit knapp 25,- € loslegen.


*der aktive Bestandteil meint damit die fortwährende Nahrungsaufnahme und somit Reduzierung von unerwünschten Stoffen wie Nitrat und Phosphat oder die Verwertung von Detritus bzw. Algen im Falle des Zooplanktons.