Kultivierung von Isochrysis galbana

Allgemein:

Isochrysis galbana ist aufgrund der Kontaminationsanfälligkeit als "Alge für Fortgeschrittene" zu bezeichnen. Steriles Arbeiten ist hier unbedingt von Nöten.

Diese Alge äußert sich durch eine gelblich/bräunliche Färbung und kann sich mithilfe von Geißeln im Wasser eigenständig bewegen.

Der optimale Salzwert  beträgt 32ppt.

 

Kulturgefäß:

Da diese Art recht empfindlich ist, ist eine Kultivierung nur mit speziellen Planktonreaktoren möglich.

 

Beleuchtung:

Die Beleuchtung sollte nicht zu stark gewählt werden und ca. 14 Std. am Tag laufen.

 

Umwälzung/Belüftung:

Aufgrund der dünnen Zellwände ist der Einsatz von Strömungspumpen oder Umwälzpumen auf jeden Fall zu vermeiden. Die Umwälzung und zugleich die Belüftung, erfolgt mittels einer Membranpumpe und grobperligen Blasen. Wichtig ist es, Luftfilter am Lufteingang und Luftausgang anzubringen und in den ersten Stunden darauf zu achten, dass die eingestellte Blasenmenge ausreichend ist oder ob diese ggf. erhöht werden muss. Ablagerungen erkennt man zu Beginn an dünnen Schlieren, von denen sich sichtbar Algen mit der vorbeidrifftenden Strömung, abtragen lassen.

 

Dünger:

Als Dünger eignet sich der Cell-Hi W Dünger nach Walnes.

 

Probleme:

Mangelnde Zirkulation (Ablagerungen), Überdüngung, Bakterienblüte und einschleppen von Zooplankton. Bei allen genannten Problemen, hilft nur ein Neuansatz der Kultur aus einem Backup. Reagiert auch extrem auf Lichtschwankungen und Temperaturen über 26°.

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